NiederösterreichAllgemeinesDienstag, 31. März 2026 um 12:53

Kriminalpolizeiliche Anzeigestatistik 2025

Polizei Niederösterreich - Presse

Die kriminalpolizeiliche Anzeigestatistik in Niederösterreich für das Jahr 2025 zeigt einen geringen Anstieg der Gesamtkriminalität, die Aufklärungsquote blieb unverändert im Ergebnis von 2024."Das Ergebnis der kriminalpolizeilichen Anzeigestatistik ist ein klarer Beleg für die engagierte und professionelle Arbeit unserer Polizistinnen und Polizisten. Durch ihren täglichen Einsatz, ihre hohe Kompetenz und ihre Präsenz gelingt es, Sicherheit nachhaltig zu gewährleisten und das Vertrauen der Bevölkerung zu stärken. Ebenso leisten die Medien einen wichtigen Beitrag, indem sie die Arbeit der Polizei sachlich begleiten, informieren und damit Transparenz schaffen," erläutert Landespolizeidirektor Franz Popp, BA MA.Ein besonderer Dank gelte dem Land Niederösterreich für die kontinuierliche Unterstützung sowie der Bevölkerung für ihre Zusammenarbeit und ihr Verantwortungsbewusstsein. Dieses gemeinsame Miteinander sei ein wesentlicher Faktor für das Ergebnis."Niederösterreich zählt nicht ohne Grund zu den sichersten Bundesländern Österreichs – ein Ergebnis, das zeigt, wie wirkungsvoll gute Zusammenarbeit, Engagement und gegenseitiges Vertrauen sind," so Franz Popp.Gesamtkriminalität Im Jahr 2025 stieg die Zahl aller erfassten Delikte in Niederösterreich um 0,7 Prozent auf 76.838 (2024: 76.318). Die Aufklärungsquote konnte zum neunten Mal in Folge mit 54,6 Prozentpunkten über der 50-Prozent-Marke gehalten werden. Insgesamt konnten 50.993 Tatverdächtige ausgeforscht werden (2024: 51.015 Tatverdächtige). Der Anteil fremder Tatverdächtiger ging zurück. Während dieser 2024 noch 41,8 Prozent betrug, lag er 2025 bei 40,8 Prozent.Die Nationalitäten, gereiht nach der Anzahl der in der Anzeigenstatistik registrierten Tatverdächtigen:Rumänien (3.117), Slowakei (1.720), Ungarn (1.537), Serbien (1.470), Deutschland (1.322), Syrien (1.046), Türkei (1.039), Tschechien (942), Ukraine (904), Polen (705). Eigentumskriminalität In Niederösterreich ist die Zahl der Eigentumsdelikte gesunken. Mit 21.627 erfassten Fällen lag die Zahl minus 4,9 Prozent unter dem Vorjahr (2024: 22.738 Fälle).Die häufigsten Tatörtlichkeiten waren öffentliche Orte, Straßen, Parkplätze, Wohnhäuser und Automaten.Besonders bemerkenswert ist der Rückgang bei Einbruchsdiebstählen in Wohnhausanlagen (minus 42,4 Prozent), Keller (minus 20,7 Prozent) und Automaten (minus 16,3 Prozent).Bei den Einbruchsdiebstählen in den Wohnraum gab es einen Rückgang um 4,1 Prozent zum Vorjahr. Insgesamt wurden im Jahr 2025 1.261 Fälle (2024: 1.315) registriert, bei 595 Fällen blieb es beim Versuch (2024: 621). Auch bei den Einbruchsdiebstählen in Kellern konnte ein Rückgang festgestellt werden. Insgesamt wurden im Jahr 2025 581 Fälle (2024: 731) registriert, wobei es bei 245 Fällen beim Versuch blieb (2024: 251). Bei den Kfz-Diebstählen gab es einen merkbaren Rückgang auf 322 Fälle (2024: 383), dies entspricht einem Minus von 15,9 Prozent. Auch die Anzeigen wegen Trickdiebstählen sanken. 2025 wurden 1.071 Fälle zur Anzeige gebracht, was einem Rückgang von 12,2 Prozent im Vergleich zu 2024 (1.220 Fälle) entspricht.Gewaltkriminalität Bei der Gewaltkriminalität ist im Jahr 2025 eine Steigerung um 2,3 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt wurden 11.128 Fälle zur Anzeige gebracht, 2024 gab es 10.878 Anzeigen. In 62,7 Prozent der angezeigten Gewaltdelikte bestand ein Bekanntschaftsverhältnis, dies macht insgesamt 7.696 dokumentierte Täter-Opfer-Beziehungen aus. Im Bereich Gewalt in der Privatsphäre wurden 2.806 Anzeigen erstattet, das einem leichten Rückgang im Vergleich zu 2024 (2.901 Fälle) entspricht. Im Jahr 2025 wurden in Niederösterreich 2.561 Annäherungs- und Betretungsverbote ausgesprochen. Dies sind 234 Fälle weniger als im Jahr 2024 (2.795). Die Zahl der Straftaten mit Stichwaffen ging ebenfalls leicht zurück. Während 2024 noch 273 Delikte verzeichnet wurden, waren es 2025 241 Fälle.Im Jahr 2025 wurden in Niederösterreich fünf vollendete Morddelikte erfasst. Bei den Opfern handelt es sich um zwei männliche und drei weibliche Opfer.Die Zahl der Vergewaltigungsanzeigen sank um 3,0 Prozent. 2025 wurden 161 Anzeigen erstattet, 2024 ereigneten sich 166 Fälle.Ein deutliches Minus wurde bei den Raubdelikten festgestellt. 2025 wurden 175 Fälle angezeigt, was einem Minus von 32,4 Prozent gegenüber 2024 (259 Fälle) entspricht. Etwa die Hälfte aller Raubüberfälle ereigneten sich an öffentlichen Plätzen, Straßen, Parkplätzen sowie an Bahn- und Bushaltestellen.Die Gewalt gegen Beamte ging zurück. 2025 wurden 348 Delikte erfasst, 2024 381 Fälle.Internetkriminalität Die Internetkriminalität stieg in Niederösterreich zum Vergleich zu 2024 (9.808 Fälle) um 12,5 Prozent auf 11.030 Fälle. Der Bereich Cybercrime im engeren Sinne mit 3.341 Anzeigen stieg um 32,6 Prozent zum Jahr 2024 mit 2.520 Fällen. Auch die Anzeigen wegen Internetbetrugs stiegen im Jahr 2025 um 6,4 Prozent. Wurden 2024 5.753 Fälle erfasst, waren es 2025 bereits 6.121 Anzeigen.Deutlich rückläufig war die Erpressung im Internet, bei der ein Minus von 18,0 Prozent verzeichnet wurde. Während 2024 noch 499 Fälle angezeigt wurden, sank die Zahl 2025 auf 409 Fälle.Suchtmittelkriminalität Die Suchtmittelkriminalität ging im Jahr 2025 um minus 6,7 Prozent zurück. 4.043 Fälle wurden registriert, 2024 waren es noch 4.333 Anzeigen.Wirtschaftskriminalität Die Wirtschaftskriminalität stieg in Niederösterreich an. 17.099 Delikte wurden erfasst, dies entspricht einem Plus von 7,4 Prozent zum Vergleich zu 2024 (15.914 Fälle).Mit 11.144 Anzeigen entfiel der Großteil der Fälle erneut auf Betrugsdelikte, wobei auch hier eine Steigerung im Vergleich zu 2024 (10.627 Anzeigen) zu verzeichnen ist.Die Zahl der Sozialleistungsbetrugs-Anzeigen stieg um 62,2 Prozent stark an. 2025 wurden 824 Anzeigen erstattet, während es 2024 noch 508 Fälle waren.Ebenfalls ein Anstieg ist beim Trickbetrug zu beobachten. Die Zahl der erfassten Delikte stieg von 364 (2024) auf 411 (2025), was einem Plus von 12,9 Prozent entspricht.Auch die echten Wirtschaftsdelikte (Geldwäsche, Kartellverstöße, Subventionsbetrug) stiegen an. Während 2024 noch 215 Anzeigen erstattet wurden, lag die Zahl 2025 bei 268 Fällen. Dies entspricht einem Plus von 24,7 Prozent.Im Bereich der Urkundenkriminalität wurden 2025 insgesamt 2.109 Fälle registriert, was einem Rückgang von 5,8 Prozent im Vergleich zu 2024 (2.238 Fälle) entspricht.Die Zahl der Anzeigen wegen unbarer Zahlungsmittel sank ebenfalls. 2025 wurden 348 Fälle erfasst, was einem Rückgang von 22,0 Prozent im Vergleich zu 2024 (446 Fälle) entspricht.Kinder- und Jugendkriminalität Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahren in Niederösterreich ist in den letzten zehn Jahren gestiegen. Während 2016 noch 9.130 Tatverdächtige verzeichnet wurden, waren es im Jahr 2025 9.959 (2024: 10.717). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl jedoch wieder rückläufig.In der Altersgruppe der unter 10-Jährigen wurde ein Anstieg von 80 im Jahr 2016 auf 166 Tatverdächtige im Jahr 2025 (+ 93,0 Prozent) registriert. Es ergibt sich auch ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr von 30,7 Prozent (2024: 127).Bei den zehn- bis unter 14-Jährigen nahm die Zahl der Tatverdächtigen erheblich zu – von 606 im Jahr 2016 auf 1.528 im Jahr 2025 (+ 152,1 Prozent). Im Jahr 2024 wurden 1.402 Tatverdächtige registriert.In der Altersgruppe der 14- bis unter 18-Jährigen ist ein Rückgang der Anzahl der Tatverdächtigen von 5.328 im Jahr 2024 auf 4.588 Tatverdächtige im Jahr 2025 zu verzeichnen.Innerhalb der Altersgruppe der 18- bis unter 21-Jährigen wurden im Jahr 2025 3.677 Tatverdächtige registriert, um 183 weniger als im Vorjahr (3.860).Zu den Top 5 Delikten zählen in diesen Bereich Körperverletzung, Sachbeschädigung, Betrug, der Einbruchsdiebstahl, Diebstahl und gefährliche Drohung. "Die kriminalpolizeiliche Anzeigestatistik 2025 zeigt die Herausforderungen für die Polizei in Niederösterreich. Insbesondere die Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität sowie von Betrugsdelikten alle

Diesen Artikel bewerten:

Journalisten-Modus

Artikel anreichern, KI-Drucktext generieren und für Print aufbereiten.

Zum Journalisten-Portal

Redaktion kontaktieren

Haben Sie Informationen oder Korrekturen zu dieser Meldung?

An die Redaktion schreiben

Meldungsdetails

BundeslandNiederösterreich
KategorieAllgemeines
Datum31.3.2026
QuelleBMI / LPD