WienAllgemeinesDienstag, 31. März 2026 um 11:34

Kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik 2025

Polizei Wien - Presse

Bundesland Wien Die kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik gibt Auskunft über die im Zeitraum Jänner bis Dezember 2025 an die Staatsanwaltschaft erstatteten Anzeigen. Insgesamt ist die Zahl der Anzeigen gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und beträgt 194.625 Fälle (2024: 194.981).Demgegenüber konnte eine Steigerung der geklärten Delikte auf 86.730 (2024: 84.696) verzeichnet werden. Auch die Aufklärungsquote erhöhte sich auf 44,6 % (2024: 43,4). Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg auf 103.392 (2024: 98.996). Der Anteil fremder Tatverdächtiger lag bei 59,2 % und ist seit 2016 kontinuierlich angestiegen.Im Bereich der Vermögensdelikte, der größten Deliktsgruppe, wurde ein Rückgang auf 126.647 Fälle (2024: 131.101) festgestellt. Während Einbruchsdiebstähle leicht zunahmen (+0,3 %), insbesondere durch Einbrüche in Kraftfahrzeuge (+2,7 %), gingen Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser deutlich zurück (–13,2 %). Auch der einfache Diebstahl sowie PKW-Diebstähle (–18,7 %) und Taschen- bzw. Trickdiebstähle (–7,8 %) waren rückläufig.Die Wirtschaftskriminalität verzeichnete einen Rückgang der Anzeigen um 8,4 %. Insbesondere Betrugsdelikte gemäß § 146 St GB gingen um 11,2 % zurück, während schwerer Betrug nahezu konstant blieb. Auffällig war ein deutlicher Rückgang bei Bestell- und Warenbetrug (–23,8 %).Im Bereich der Internetkriminalität wurde insgesamt ein Rückgang um 7,2 % festgestellt. Sowohl Internetbetrug (–15,1 %) als auch Cybercrime im engeren Sinn (–4,7 %) waren rückläufig, wobei gleichzeitig die Aufklärungsquote gesteigert werden konnte.Die Gewaltkriminalität zeigte insgesamt einen leichten Anstieg auf 31.430 Fälle (+1,4 %). Insbesondere Körperverletzungen nahmen zu (+2 %). Rückläufig waren hingegen Vergewaltigungen (–10 %), wobei eine hohe Aufklärungsquote von 79 % erzielt wurde. Auffällig war ein deutlicher Anstieg der Gewalt gegen Beamte (+22,4 %). Die Zahl der vollendeten Morde sank auf 15 Fälle (2024: 26), wobei 14 Fälle geklärt werden konnten (2024: 24).Raubdelikte gingen leicht zurück (–1,8 %), ebenso Raubüberfälle im öffentlichen Raum (–3 %). Langfristig zeigt sich hier ein Rückgang bei gleichzeitig gestiegener Aufklärungsquote.Im Bereich der Jugendkriminalität wurde erneut ein deutlicher Anstieg festgestellt. Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren erhöhte sich auf 23.776 (2024: 21.477, +10,7 %). Innerhalb der Altersgruppe der 18- bis unter 21-Jährigen wurden im Jahr 2025 7.386 Tatverdächtige registriert. Um 713 mehr als im Vorjahr (6.673).Auch im Jahresvergleich der Tatverdächtigen im Alter von 10 – 14 Jahren kam es zu deutlichen Zuwächsen, insbesondere bei Einbruchsdiebstählen zu 2.527 Fällen (2024: 2.093, +20,7 %) und Körperverletzung auf 955 Fälle (2024: 773, +23,5 %). In der Altersgruppe der unter 10-Jährigen stieg die Zahl der Tatverdächtigen von 216 im Jahr 2024 auf 243 im Jahr 2025.Maßnahmen:Aufgrund der nach wie vor steigenden Jugendkriminalität wurden die polizeilichen Maßnahmen in dem Bereich bereits seit längerem intensiviert. Insbesondere die erfolgreiche Fortführung der interdisziplinären Arbeitsgruppe "Kinder- und Jugendkriminalität", die multiinstitutionell verankert ist, steht im Fokus.Zudem wird trotz rückläufiger Zahlen im Bereich der Internetkriminalität ein besonderer Fokus auf Cybercrime gelegt. Vorgesehen sind die Erhöhung der Anzahl der IT-Ermittler und deren Aus- und Fortbildungen bei der Bekämpfung von Cybercrime, sowie eine Verstärkung der Präventionsarbeit.

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Datum31.3.2026
QuelleBMI / LPD