Warnung zu betrügerischen Kfz-Ankäufen
AllgemeinesLandeskriminalamt OberösterreichDie Polizei warnt aktuell vor einer neuen Betrugsmasche. Dabei handelt es sich um einen betrügerischen Ankauf von Kraftfahrzeugen. In Deutschland ist dies bereits sehr weit verbreitet, auch in Oberösterreich hat es bereits einen Fall gegeben. Es ist davon auszugehen ist, dass sich diese Betrugsmasche auch zeitnah in Österreich verbreiten wird. Arbeitsweise der Täter:• Die Täterschaft reagiert auf private PKW-Verkaufsinserate bei gängigen Internet-Plattformen und täuscht Interesse an den angebotenen Fahrzeugen vor.• Die Konversation wird sehr bald auf einen Messengerdienst verlagert.• Zum Nachweis ihrer Identität übermitteln die Täter missbräuchlich verwendete echte oder gefälschte Ausweisdokumente und Gewerbescheine.• Im Anschluss wird eine gefälschte Überweisungsbestätigung übermittelt, um vorzutäuschen, dass der Kaufpreis bereits überwiesen wurde.• Danach wird ein in der Regel nicht in die Tathandlungen involviertes Transportunternehmen beauftragt, das Fahrzeug beim Verkäufer abzuholen und nach Deutschland zu verbringen.• Der vereinbarte Kaufpreis langt natürlich niemals auf dem Konto des Verkäufers ein.Zur "Sicherheit" behalten die Opfer oftmals einen der beiden Fahrzeugschlüssel sowie die Kfz-Dokumente ein. Dies stört die Tätergruppe jedoch in keinster Weise, da die Fahrzeuge in der Folge einfach nur mit einem Kfz-Schlüssel und gefälschten deutschen Fahrzeugdokumenten weiterverkauft werden.Relativ kurz nach dem betrügerischen Erlangen der Fahrzeuge werden diese, zumeist weit unter Wert, in Deutschland über gängige Internet-Plattformen zum Verkauf angeboten. Oft werden Beschädigungen verursacht, um den günstigen Preis rechtfertigen zu können.Es wird eindringlich vor solchen Geschäften, sowohl was den Verkauf, als auch den Kauf betrifft, gewarnt.Beim Verkauf:• Verkaufen Sie Ihren PKW nicht an Personen, die nicht persönlich auftreten.• Werden Sie misstrauisch, wenn der Käufer an einer Besichtigung nicht interessiert ist.• Werden Sie misstrauisch, wenn der Käufer sofort mit dem ausgerufenen Preis einverstanden ist.• Übergeben Sie Ihr Fahrzeug erst, wenn sich das Geld tatsächlich auf Ihrem Konto befindet.Beim Kauf:• Niemand hat etwas zu verschenken! Wenn ein Preis zu günstig ist, sollte man misstrauisch werden.• Oft argumentieren die Täter mit Scheidung, Jobverlust, Tod eines nahen Angehörigen, … • Werden Sie misstrauisch, wenn Sie beim Kauf nur einen Fahrzeugschlüssel erhalten. Oftmals wird versichert, den Schlüssel nachzubringen oder per Post zu übermitteln.• Werden Sie misstrauisch, wenn der Verkaufsort kurzfristig an eine andere Örtlichkeit verlegt wird (oftmals Gewerbegebiet)• Werden Sie misstrauisch, wenn sich der Verkäufer bei der Fahrzeugübergabe durch vermeintliche Verwandte (zB Tochter) vertreten lässt • Eine Überprüfung der übergebenen Kfz-Dokumente ist für einen Laien nicht möglich, zumal es sich bei den Papieren um gestohlene Blanko-Dokumente, sprich um echte Dokumente handelt, die von den Tätern entsprechend befüllt werden.• Achtung: Es kommt auch vor, dass die Täter einen Zweitschlüssel nachmachen, der das Fahrzeug sogar sperrt – Anmerkung: aber nicht startet